fix: Testisolation - kb_dir repointet config.ROOT, lint loest Kollektionen gegen den uebergebenen Baum auf (4.1.1, #44)
CI / verify (push) Successful in 55s
Release / release (push) Successful in 38s

Files changed:
- CHANGES.md
- VERSION
- instructions/dev/testing-conventions.md
- tools/chemenu/lint_core.py
- tools/chemenu/tests/conftest.py
- tools/chemenu/tests/test_hermetic_env.py
- tools/chemenu/tests/test_lint.py
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2026-09-03 06:33:38 +02:00
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@@ -20,6 +20,55 @@ their date-only headings.
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## 4.1.1 - 2026-09-03 - Testisolation: kb_dir repointet config.ROOT, lint löst Kollektionen gegen den übergebenen Baum auf
**Author:** Torben Nehmer
Issue #44, gefunden beim Bau der Migrations-Gate-Tests für 4.1.0: die `kb_dir`-Fixture baute
ihren Baum unter `tmp_path`, ließ `config.ROOT` aber auf dem echten Checkout stehen. Jeder
Codepfad, der eine Datei über `config.ROOT`/`config.KB_DIR` auflöst statt über das übergebene
Verzeichnis, traf damit das echte Repository.
**Der laute Fall** war ein Test, der `kb_state.write_kb_state()` rief und dabei das
`.wikitool-kb.json` des Repos überschrieb — Applied-Ledger leer statt zwei Einträgen. In
`git status` sofort sichtbar und reversibel; bei einer gitignorierten Datei wäre es das nicht
gewesen.
**Der stillere Fall** ist der teurere. `lint`s Kollektions-Lookup löste eine Seite gegen
`config.KB_DIR` auf. Für eine Seite unter `tmp_path/kb/` warf das `ValueError`, die Funktion
antwortete „keine Kollektion", und die Label-Autorisierung übersprang die Kante wortlos.
`unauthorised_labels` war damit faktisch ungetestet — jeder Test, der das Finding hätte
auslösen können, bekam eine leere Liste und behauptete nichts. Ein grüner Lauf, der wie eine
Zusicherung aussah.
**Der Fix ist der Codepfad, nicht die Fixture.** `run_lint()` bekommt ein Verzeichnis
übergeben und löst jetzt auch intern dagegen auf; `authorised_labels()` bekommt denselben Baum
gereicht, statt auf `config.KB_DIR` zurückzufallen. Der Regressionstest lintet einen Baum, von
dem `ROOT` bewusst wegzeigt — genau der Fall, den die alte Auflösung verschluckte. Eine Funktion,
die ein Verzeichnis entgegennimmt, löst dagegen auf: keine Fixture kann diese Form von außen
reparieren.
**Beide Korpus-Fixturen repointen jetzt.** `kb_dir` tut, was `raw_dir` längst tat — `ROOT` auf
das eigene `tmp_path`, plus `use_shipped_type_specs()`. Der Suite-Lauf kippte dadurch keinen
einzigen Test. Die lokale `rooted_kb`-Umgehung aus 4.1.0 entfällt damit; die Auswahl zwischen
zwei fast gleichen Fixturen war Wissen, das nirgends stand.
**Und ein Wächter für die ganze Klasse.** `repository_tree_guard` (session-scoped, autouse)
vergleicht `git status --porcelain` vor und nach dem Lauf und lässt die Suite scheitern, wenn
sich im Checkout etwas bewegt hat — zwei `git status`-Aufrufe pro Lauf, deshalb per Default an.
Er vergleicht vorher gegen nachher statt einen sauberen Baum zu verlangen, sagt also nichts über
die unveröffentlichte Arbeit des Entwicklers. Den Verursacher benennt er nicht;
`CHEMENU_TREE_GUARD=each` prüft nach jedem Test und tut es. Ohne git oder außerhalb eines
Repositorys sind beide still.
Was der Wächter nicht sieht: eine Prüfung, die unter Test nichts tut, schreibt keine Datei.
Dagegen hilft nur ein Test, der das Finding tatsächlich auslöst — der neue tut das.
`instructions/dev/testing-conventions.md` hat dafür einen eigenen Abschnitt („Which tree a test
writes into"), einen Schritt in der Checkliste und die Regel für neue Fixturen.
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## 4.1.0 - 2026-09-03 - Link-Taxonomie: Lint-Findings hart ab kb_version 4.0.0, outbound: an das Type-Spec gebunden, part-of/composition als Inversenpaar
**Author:** Torben Nehmer