# Installation Dieses Dokument richtet sich an Menschen. Es gibt vier Wege: ein **Release herunterladen** (der normale Weg zu einer neuen Instanz), eine Distribution **selbst exportieren**, **dieses Repo klonen** (Testbett und Demo, samt Beispielkorpus), oder eine **private Instanz mit diesem Repo als Upstream** aufsetzen. Der agent-seitige Ablauf steckt in `instructions/`; hier stehen nur die menschlichen Teile - für die vollständige Kommandoreferenz siehe [tools/CONTRACT.md](tools/CONTRACT.md). Den optionalen **MCP-Leseserver** installiert und betreibt [INSTALL-MCP.md](INSTALL-MCP.md): derselbe Korpus, lesend, für einen Konsumenten, der kein Terminal auf dieser Maschine ist. ## Voraussetzungen - Python 3.11 oder neuer - git - [ripgrep](https://github.com/BurntSushi/ripgrep) (`rg`) - wird von `search` und `sources coverage` gebraucht ## Weg A: Release herunterladen Der kürzeste Weg zu einer eigenen Instanz - kein Checkout dieses Repos nötig. Jedes Release trägt genau einen `dist export`-Baum plus eine Prüfsumme. Das Repo ist öffentlich, der Download braucht also weder Konto noch Token: ```bash BASE=https://gitea.nehmer.net/torben/chemenu/releases/download/v curl -LO $BASE/chemenu-stack-.tar.gz curl -LO $BASE/chemenu-stack-.tar.gz.sha256 sha256sum -c chemenu-stack-.tar.gz.sha256 tar xzf chemenu-stack-.tar.gz cd chemenu-stack- ``` Die Prüfsumme ist nicht Zierde: Sie ist das Einzige, was einen unterbrochenen Download von einem vollständigen unterscheidet, und `sha256sum -c` muss `OK` sagen, bevor irgendetwas entpackt wird. Danach weiter mit Schritt 2 aus Weg B: den Agenten [instructions/setup-instance.md](instructions/setup-instance.md) ausführen lassen. Der entpackte Baum ist bereits eine Distribution - Schritt 1 (`dist export`) entfällt. Die Liste der Releases: . ## Weg B: Neue, leere Instanz selbst exportieren Dasselbe Ergebnis aus einem Checkout dieses Repos - für einen Stand, der noch kein Release hat. Zwei Schritte, von denen nur der erste rein menschlich ist: 1. **Zielverzeichnis wählen** und die Distribution dorthin exportieren, aus einem Checkout dieses Repos: ```bash tools/wikitool dist export /pfad/zur/neuen/instanz ``` Das Ziel muss leer sein oder noch nicht existieren. `dist export` kopiert die Maschinerie (Werkzeuge, Typen, Instruktionen, die Collection-Contracts) ohne Wiki-Inhalt, ohne Git-Historie und ohne `instructions/dev/` (Stack-Entwicklung selbst, inkl. der vendorten `commonplace/`-Wissensbasis) - dauerhaft, ohne Restore-Weg. 2. **Den Agenten dort arbeiten lassen.** Öffne das Zielverzeichnis in deinem Agent-Harness (Claude Code, GitHub Copilot, Codex CLI, Mistral Vibe) und lass es `instructions/setup-instance.md` ausführen. Diese Anweisung fragt dich dabei explizit nach: - **Autor-Identität** (Name + E-Mail für `git config`) - wird nie geraten oder aus einem anderen Repo übernommen, und ist zugleich der Autorname jeder künftig angelegten Wiki-Seite (`$WIKI_AUTHOR` überschreibt dies bei Bedarf). - **Remote** (optional) - eine URL, wenn du das Repo auf einen Server pushen willst; sonst bleibt die Instanz lokal, und jedes `publish` läuft mit `--no-push`. - **Autorenkonventionen** - Sprache, Abschnittsnamen, Namensformen, Ton, Beziehungslabels und Hedging-Regel stehen in `kb/CONVENTIONS.md`, dazu je Collection die Regeln in `kb//COLLECTION.md`. Die Distribution bringt davon nur die `.template`-Dateien mit: das sind Entscheidungen *dieser* Instanz, keine Eigenschaft des Musters, und nichts davon liegt unter `tools/` oder `types/`. Fertige Profile - darunter ein vollständiges deutsches - hält `instructions/kb-profiles.md` bereit; es ist eine Palette, kein Enum. Sag die Sprache **vor dem ersten Ingest** - danach ist ein Wechsel der Abschnittsnamen eine Migration jeder bereits angelegten Seite. - **Anwendungsgebiet** - woraus dieses Wiki seine Quellen zieht. Daraus schlägt der Agent eine `source_type`-Liste vor (bei einem Verein etwa Satzung, Protokoll, Spielbericht statt Transkript, Analyse, Artikel) und setzt sie in `types/source.schema.yaml` und `types/source.md` ein. Das ist ein **Startpunkt, keine Festlegung**: zu diesem Zeitpunkt hat die Instanz null Quellen, die Taxonomie ist also geraten, bevor jemand Material gesehen hat. Sie wird später an echtem Bestand korrigiert - `instructions/evolve-subtypes.md` beschreibt, wie ein Wert dazukommt und wie das Auffangfach `unclassified` wieder leer wird. Nicht zur Wahl stehen `fidelity` und `authority`: die beiden sind Stack-Vokabular und in jeder Domäne dieselben. - **Personalization** - wer diese Instanz bedient (`USER.md`) und wie sie klingt (`SOUL.md`). Die Distribution bringt nur `USER.md.template` und `SOUL.md.template` mit: persönlicher Inhalt gehört nicht in jede exportierte Kopie, aber beide Dateien werden in jeder Session gelesen, sind also Betriebsvoraussetzung. Der Agent interviewt dich entlang der Template-Abschnitte und schreibt deine Antworten **wörtlich** mit - inklusive der beiden Fragen, die er nicht raten darf: der **Persona-Name** und die **Themen, die bewusst draußen bleiben**. Danach ist die Instanz initialisiert, verifiziert und committet. Was von der Sprachwahl unberührt bleibt: die Trennung zwischen Prosa und Identifiern. Seitentitel, Wikilink-Ziele, Zitat-IDs, Schema-Werte, Tags, Befehle und Pfade folgen keiner KB-Sprache, sondern dem etablierten Namen der Sache - `Act Runner` heißt in jeder Instanz `Act Runner`. ## Weg C: Dieses Repo klonen Für die Arbeit am Stack selbst, oder um sich den mitgelieferten Korpus als begehbares Beispiel anzusehen. Was hier liegt, ist ein **Testbett und eine Demo**, keine produktive Wissensbasis: rund 170 Seiten, die den Stack selbst dokumentieren - Gates, Lint, Versionierung, Suche, das Wiki-Muster. Wer eigenes Wissen sammeln will, nimmt Weg A oder B und fängt mit einem leeren `kb/` an. ```bash git clone https://gitea.nehmer.net/torben/chemenu.git cd chemenu ``` Danach den Agenten `instructions/bootstrap.md` ausführen lassen (Werkzeugumgebung + Skills publizieren). Git-Repo, Autor-Identität und Inhalt existieren hier bereits. Ein Clone, der älter ist als die Personalization-Dateien, hat kein `USER.md`/`SOUL.md` - `doctor` meldet dafür `personalization: FAIL`. Das ist einmalig nachzuholen: nur **Schritt 6 (Personalization)** aus `instructions/setup-instance.md`, nicht der ganze Ablauf. `bootstrap.md` verweist an derselben Stelle darauf. `ENVIRONMENT.md` fehlt nach einem Clone immer - die Datei ist gitignored, weil sie *einen Checkout* beschreibt und nicht das Repo. Sie ist optional; wer sie anlegt, spart jeder folgenden Session die Fragen nach Harness, MCP-Servern und Remote. Vorlage: `ENVIRONMENT.md.template`, Ablauf: Schritt 5 in `instructions/bootstrap.md`. ## Weg D: Private Instanz mit diesem Repo als Upstream Die Kombination aus A und C: eine eigene, nicht öffentliche Instanz, die weiterhin Stack-Updates von hier zieht - per `git merge` statt per Tarball, also mit echtem Drei-Wege-Merge statt `cp -r`. Das ist der Weg mit dem höchsten Einsatz, weil ein Checkout dann zwei Remotes hat und git beim Push nicht unterscheidet, welcher welcher ist. Ein falsches `--remote` legt privaten Inhalt auf ein öffentliches Repo, und ein Force-Push holt das nicht zurück - die Objekte bleiben per SHA abrufbar, bis auf dem Server die Reflogs verfallen. Dagegen gibt es das **Publish-Remote-Gate**, und die Anleitung setzt es an die Stelle, an der es wirkt: *vor* dem ersten `publish`. Vollständiges Vorgehen: [instructions/private-instance.md](instructions/private-instance.md). ## Version und Updates Jede Instanz trägt die Version des **Stacks** (Werkzeuge, Typen, Instruktionen, Contracts) - nicht die ihres Inhalts. Sie steht in `VERSION`, und eine per Release oder `dist export` erzeugte Instanz trägt zusätzlich `.wikitool-release.json` mit Herkunft und Exportdatum. ```bash tools/wikitool version # was läuft hier, und woher kommt es tools/wikitool version check # gibt es ein neueres Release? ``` `version check`, `version notes` und `dist upgrade --latest` sind die einzigen Befehle, die ins Netz gehen, und alle drei fragen denselben Release-Feed der Ursprungs-Instanz (`$WIKITOOL_UPDATE_URL` überschreibt; sonst der Wert aus dem Stamp). `version check` ist dafür da; `version notes` greift nur dann darauf zurück, wenn die lokale `CHANGES.md` den Eintrag nicht hat - auf einer Instanz also immer, siehe unten - und sagt vorher auf stderr, welche URL es fragt; `dist upgrade` fragt den Feed nur, wenn `--latest` dasteht, und lädt dann auch das Release herunter (siehe „Eine Instanz aktualisieren"). Ein nicht erreichbarer Feed wird als Fehler gemeldet - **nie** als „aktuell" und nie als „keine Notes". **Was die Versionsnummer aussagt:** kompatibel ist, was in der *linkesten von Null verschiedenen Stelle* übereinstimmt. `0.1.3 → 0.1.4` ist ein sicheres Update, `0.1.3 → 0.2.0` nicht, und ab `1.0.0` liest sich dieselbe Regel als das gewohnte „MAJOR bricht". `version check` sagt das direkt (`state: update` vs. `state: migration`). Was diese Stelle beantwortet, ist **ob die neue Version ein Drop-in-Ersatz ist** - ob sich die Maschinerie einfach darüberkopieren lässt und ob die alte danach noch zurückkann. Ob *Inhalt* migriert werden muss, ist eine **zweite, unabhängige Frage**. Ein MAJOR-Sprung kann eine leere Migrationskette haben und trotzdem Handarbeit verlangen: umbenannter Release-Feed, umbenanntes Artefakt, umbenannter Import- oder Kommandoname, geänderte Envvar - `kb/` bleibt dabei unangetastet, das Update ist trotzdem keins zum Drüberkopieren. Der Abschnitt „Sonderfall: Update von 1.x auf 2.0.0" unten ist genau dieser Fall. Deshalb stehen in den Release-Notes eines MAJOR zwei getrennte Zeilen, und beide sind vor dem Update zu lesen: **Breaking Change:** sagt, was aufhört zu funktionieren und was diese Instanz dagegen tun muss; **Migration:** sagt, ob und wie der Korpus umgeschrieben wird (`none required`, wenn nicht). `tools/wikitool version notes` druckt beide Zeilen - im Ursprungs-Repo aus der dort gefüllten `CHANGES.md`, auf einer ausgelieferten Instanz aus dem Release-Feed, weil die Instanz die Datei nur als Stub bekommt und ein Update sie nie überschreibt. Der Befehl fragt dabei immer das **neueste** Release: solange `VERSION` noch die alte Fassung nennt, antwortet er also mit einer anderen Version als der eigenen und sagt das auf stderr dazu. Ist der Feed nicht erreichbar, nennt die Fehlermeldung die Release-Seite, die `.wikitool-release.json` als `release_url` führt; `--offline` verlangt diesen Weg von vornherein. ### Eine Instanz aktualisieren Zwei Wege, je nachdem, wie diese Instanz entstanden ist. Ein **Clone mit gemeinsamer Git-History** (`upstream`-Remote auf das Ursprungs-Repo, siehe [instructions/private-instance.md](instructions/private-instance.md)) nimmt Stack-Updates per echtem Drei-Wege-Merge: `tools/wikitool upstream merge`. Alles Folgende gilt für eine **Instanz aus einem Tarball**, ohne gemeinsame History. Das Anwenden eines Updates schreibt in eine Instanz, die bereits Inhalt hat. Der Inhalt hat dabei eine **eigene Version**: `.wikitool-kb.json` sagt, in welcher Form die Seiten vorliegen, unabhängig davon, welche Maschinerie danebensteht. Genau dieser Unterschied ist der Zustand, in dem sich jede Instanz mitten im Upgrade befindet. **Die Durchführung selbst steht in `instructions/upgrade-instance.md`** - die Reihenfolge, was jeder Schritt entscheidet, wo die Agent-Sitzung neu gestartet werden muss, und die beiden Stellen, an denen heute Handarbeit nötig ist. Sie steht dort und nicht hier, weil sie von einer Agent-Sitzung ausgeführt wird; eine zweite Fassung derselben Schrittfolge an dieser Stelle wäre genau die Kopie, die irgendwann auseinanderläuft. Wer den Lauf selbst fahren will, liest dieselbe Datei. Was dieses Dokument beiträgt, ist die Entscheidung *davor* - welches Release, ob überhaupt, und wem die Instanz als Quelle vertraut - und zwei Sonderfälle, die die Instruktion nicht abdecken kann, weil es sie dort noch nicht gibt. **Das Release kommt mit einem Befehl.** `tools/wikitool dist upgrade --latest --expect ` fragt den Release-Feed, lädt Tarball und `.sha256` in ein Arbeitsverzeichnis, prüft den Tarball gegen die Summe und wendet ihn an; das Arbeitsverzeichnis verschwindet bei jedem Ausgang wieder, auch bei `--dry-run`. `` ist die, die `version notes` gedruckt hat: der Feed kennt nur sein *neuestes* Release, und `--expect` verweigert den Lauf **vor** dem Download, wenn inzwischen ein neueres erschienen ist, statt es ungelesen einzuspielen. Beides zusammen entscheidet vor dem Download über „schon aktuell", Downgrade und Vor-Release (`-beta.N` braucht `--pre`); fehlt dem Release der Tarball oder die Summe, bricht der Befehl vor dem ersten Download ab und nennt die Release-Seite. Wer offline arbeitet oder einen Tarball vom Betreiber bekommen hat, gibt statt `--latest` weiter die Datei an (`dist upgrade `). **Was die Prüfsumme leistet - und was nicht.** Die `.sha256` liegt beim selben Feed wie der Tarball. Sie schützt vor einer beschädigten Übertragung, nicht vor einem Feed, der selbst kompromittiert ist: die Echtheit eines Releases beruht auf dem Vertrauen in den Host, dessen Feed die Instanz fragt (`update_url` im Stamp). Es gibt keinen https-Zwang; wer einen `http://`-Feed konfiguriert, tut das bewusst. `$WIKITOOL_UPDATE_TOKEN` geht nur an Downloads auf demselben Host wie der Feed. **Beim ersten Sprung auf ein Release, das `--latest` kennt, gibt es die Option in der Instanz noch nicht** - die Instruktion, die dort steht, gehört zum Release, das die Instanz verlässt. Dann den Tarball einmal von Hand holen (Weg A oben), prüfen und `dist upgrade ` geben; ab dem Release danach trägt die Instanz `--latest` selbst. **Beim ersten Sprung auf `4.5.0` oder höher gibt es `dist upgrade` in der Instanz noch nicht** - es kam erst mit `4.5.0`. Dann das Werkzeug aus dem entpackten *neuen* Tarball verwenden, gegen die alte Instanz gerichtet: ```bash tar -xzf chemenu-stack-.tar.gz CHEMENU_ROOT="$PWD" chemenu-stack-/tools/wikitool \ dist upgrade chemenu-stack-.tar.gz --dry-run ``` `CHEMENU_ROOT` sagt dem Paket, auf welchen Korpus es zeigen soll (siehe § Konfiguration); ohne die Variable würde es den entpackten Tarball selbst für die Instanz halten. Ab dem zweiten Upgrade trägt die Instanz Kommando und Instruktion selbst, und der normale Weg greift. Was `dist upgrade` dabei genau tut, klassifiziert und verweigert, steht in [tools/CONTRACT.md](tools/CONTRACT.md) - einschließlich des vollständigen Fehlerkontrakts. Eine lokal veränderte Stack-Datei ist damit sichtbar, statt von Hand gegen die sha256-Summen im `files`-Block geprüft werden zu müssen - genau der Schritt, der vor `4.5.0` hier stand. `doctor` warnt, solange `kb_version` hinter `VERSION` zurückliegt und noch Migrationen offen sind. Einer Instanz, die älter ist als `.wikitool-kb.json`, fehlt die Datei ganz - dann einmalig `tools/wikitool migrate baseline ` aufrufen; geraten wird nichts. **Fallstricke.** Eine Instanz ohne lokale `.wikitool-release.json` (oder eine ohne `files`-Block, aus der Zeit vor `4.5.0`) hat für `dist upgrade` keine Basis, gegen die es eine lokale Änderung erkennen könnte, und verweigert den Tausch - dafür gibt es heute keine Reparatur. Mit `` lädt der Befehl selbst nichts herunter; die Datei muss vorher aus Weg A geholt werden. Nur `--latest` lädt, und ein Tarball muss in beiden Fällen genau ein Top-Level-Verzeichnis enthalten - die Form, in der `.gitea/workflows/release.yml` es baut. Vor `4.5.0` stand hier ein rein manueller Ablauf (Maschinerie von Hand kopieren, `kb/CONTRACT.md` eingeschlossen, sha256-Vergleich von Hand). `dist upgrade` ersetzt genau diesen Teil; wer ihn dennoch von Hand nachvollziehen will oder muss (ein Werkzeug, das `wikitool` selbst nicht ausführen kann), findet die Dateiliste im `files`-Block der `.wikitool-release.json` und die Ausnahmen (`kb/CONVENTIONS.md`, `kb/*/COLLECTION.md`, `.wikitool-kb.json`) in [tools/CONTRACT.md](tools/CONTRACT.md)s `dist upgrade`-Datensatz (oder direkt: `tools/wikitool dist upgrade -h`). ## Konfiguration | Variable | Zweck | Fallback | |----------|-------|----------| | `WIKI_AUTHOR` | Override für den Autornamen neuer Source-Seiten | `git config user.name` - fehlt beides, bricht `new` mit `ERROR` ab | | `WIKITOOL_SESSION_ID` | Scopt das Iteration-Budget-Gate auf eine Aufgabe statt auf ein Terminal | Eine vom Harness selbst gesetzte Sitzungs-Variable, wo eine bekannt ist (z. B. `CLAUDE_CODE_SESSION_ID`), sonst die Parent-Process-ID (siehe [instructions/session-setup.md](instructions/session-setup.md)) | | `WIKITOOL_UPDATE_URL` | Release-Feed, den `version check` abfragt | Wert aus `.wikitool-release.json`, sonst der Feed der Ursprungs-Instanz | | `WIKITOOL_UPDATE_TOKEN` | Gitea-Token für den Release-Feed | keiner - gegen `torben/chemenu` nicht nötig, nur für einen privaten Fork (siehe unten) | | `WIKITOOL_TASKS_CONFIG` | Pfad zu einer Tracker-Konfiguration, die `task`, `review` und `doctor` statt `.wikitool-tasks.json` lesen - um einen Checkout der Reihe nach gegen mehrere Tracker laufen zu lassen | die `.wikitool-tasks.json` im Repo-Root. Nennt die Variable eine Datei, die es nicht gibt, ist das ein Fehler und nie „kein Tracker konfiguriert" | | `CHEMENU_ROOT` | Auf welchen Korpus das Paket zeigt - für einen Aufrufer, der nicht im Checkout selbst liegt | der Checkout, in dem das Paket liegt (`tools/wikitool` verhält sich ohne die Variable unverändert) | | `WIKI_TRACE` / `WIKI_TRACE_DIR` | Telemetrie abschalten bzw. aus dem Arbeitsbaum heraus umlenken | Hängt vom Installationsweg ab - siehe unten | | `WIKI_TRACE_MAX_SESSION_BYTES` / `WIKI_TRACE_KEEP_SESSIONS` | Byte-Deckel je Session-Trace bzw. wie viele Session-Verzeichnisse die Retention behält | 5 MiB je Session, 250 Verzeichnisse | **Gegen das Ursprungs-Repo braucht es kein Token.** `torben/chemenu` ist öffentlich lesbar; `version check` und der Download in Weg A funktionieren ohne Konfiguration. **Telemetrie-Default hängt vom gewählten Weg ab, nicht von einem festen Schalter.** Weg A und Weg B erzeugen eine `.wikitool-release.json` (Weg A trägt sie schon im Release, Weg B schreibt sie beim Export) - daran erkennt `chemenu.telemetry.policy`, dass niemand Telemetrie bestellt hat, und der Default steht auf **aus**. Weg C (dieses Repo geklont) trägt keine solche Datei - hier sind die Traces das Messinstrument, mit dem der Stack sich selbst bewertet, und der Default steht auf **an**. Weg D erbt den Default von der Distribution, aus der die private Instanz entstand, also ebenfalls **aus**. Wer den Default umdrehen will, legt `.wikitool-telemetry.json` im Repo-Root an (pro Checkout, gitignored, kein `.template` - genau wie `.wikitool-remotes.json`): ```json { "enabled": true, "max_session_bytes": 5242880, "keep_sessions": 250 } ``` Alle drei Schlüssel sind optional. `WIKI_TRACE` überschreibt `enabled` weiterhin in beide Richtungen und schlägt diese Datei. `wikitool doctor` meldet den aktuellen Zustand (an/aus, warum, und die Menge gegen beide Deckel); mehr dazu in [EVALS.md](EVALS.md) § "Whether it runs at all". **Für einen privaten Fork schon.** Wer den Stack in ein eigenes, nicht öffentliches Repo legt und `WIKITOOL_UPDATE_URL` auf dessen Feed zeigen lässt, stößt auf eine Eigenheit, die man kennen sollte: Gitea antwortet anonymen Aufrufern für ein unsichtbares Repo mit demselben `404` wie für ein gar nicht existierendes. Ein fehlendes Release und ein fehlender Zugriff sehen dann identisch aus - „kein Update gefunden" wäre in dem Fall schlicht gelogen. Dagegen hilft ein Gitea-Token mit Lesezugriff: ```bash export WIKITOOL_UPDATE_TOKEN="" tools/wikitool version check ``` **Aufgaben-Tracker anbinden - optional.** Der Wochenrückblick (`tools/wikitool review`, Skill `gtd-weekly-review`) gleicht die Projektseiten unter `kb/gtd/` gegen einen Aufgaben-Tracker ab. Welcher das ist, steht in `.wikitool-tasks.json` im Repo-Root - der dritten Datei dieser Art neben `.wikitool-telemetry.json` und `.wikitool-remotes.json`: pro Checkout, ohne `.template`, und **gitignored, sobald ein Token darin liegt**. Fehlt sie, ist schlicht kein Tracker konfiguriert; das ist ein gültiger Endzustand, kein Fehler. Kaputt ist sie dagegen ein `FAIL` - eine unlesbare Konfiguration darf nicht als „kein Tracker" durchgehen. ```json { "schema": 1, "provider": "superproductivity", "thresholds": { "stalled_waiting_days": 14, "unpaged_project_weeks": 3, "someday_stale_months": 5 }, "superproductivity": { "access": "api", "api_base_url": "http://127.0.0.1:3876", "api_token": "" } } ``` ```json "superproductivity": { "access": "snapshot", "backups_dir": "~/.config/superProductivity/backups" } ``` `provider` wählt den Adapter - ausgeliefert werden `superproductivity` und `caldav`. Der `thresholds`-Block trägt die drei Schwellwerte des Rückblicks (Konfiguration, nicht Schema): ab wann ein Waiting-For überfällig ist, ab welchem Alter ein Tracker-Projekt ohne `kb/`-Seite gemeldet wird, und ab wann ein Someday-Eintrag als verstaubt gilt. Ein Wert, den der Provider gar nicht liefern kann - ein Waiting-Posten ohne Wiedervorlagedatum, ein Tracker-Projekt ohne bestimmbares Anlagedatum - wird vom Rückblick nicht still übersprungen, sondern als eigene Fundstelle gemeldet (`waiting_no_follow_up`/`project_age_unknown`). Der gleichnamige Provider-Block trägt dessen Verbindungsangaben, und bei Super Productivity entscheidet `access` **verpflichtend und ohne Rückfall**, welcher von zwei sich ausschließenden Wegen das ist: eine headless bediente Instanz setzt `access: "snapshot"` und liest ausschließlich den jüngsten Backup-Schnappschuss unter `backups_dir` (läuft auch ohne laufende App, aber rein lesend - der Tracker ist von dort aus nicht schreibbar); eine Desktop-Instanz setzt `access: "api"` und spricht ausschließlich die lokale REST-API an, die nur antwortet, solange die App läuft, dafür aber auch den aktuellen Zustand liefert und den Schreibpfad trägt. Der Block nennt nur die Felder seines eigenen Wegs - ein `backups_dir` neben `access: "api"` oder ein `api_token` neben `access: "snapshot"` wird beim Lesen der Konfiguration abgelehnt, nicht ignoriert. `api_token` ist bei `access: "api"` Pflicht, da jeder Endpunkt außer `GET /health` `Authorization: Bearer ` verlangt. `tools/wikitool new project` legt einen gleichnamigen Tracker-Eintrag nur auf einer `access: "api"`-Instanz an (und auch dort nicht automatisch - siehe die Kommandotabelle). Auf einer `access: "snapshot"`-Instanz verweigert das Kommando vollständig, exit 1: der Tracker ist von dort aus nur lesbar. Dasselbe gilt für `tools/wikitool task new`, den zweiten Schreibweg: es legt einen einzelnen Posten im Tracker an - ohne `kb/`-Seite - und existiert ebenfalls nur auf einer `access: "api"`-Instanz. `tools/wikitool task close --id` ist der dritte und letzte Schreibweg - er markiert einen Posten erledigt, löscht ihn nie - und verweigert auf `access: "snapshot"` auf dieselbe Weise. `tools/wikitool task list --project` ist rein lesend und beantwortet daher auf beiden Zugriffsarten. **`caldav`** ist der standardbasierte zweite Adapter (RFC 4791/5545), gegen Nextcloud Tasks verifiziert, mit iOS *Erinnerungen* als mobilem Client - gebaut nach dem Zuschnitt: auf dem Telefon wird abgehakt, gepflegt wird am Schreibtisch. Anders als bei Super Productivity gibt es nur einen Zugriffsweg - CalDAV ist immer ein Netzwerkzugriff, kein `access`-Feld nötig: ```json "caldav": { "url": "https:///remote.php/dav/calendars//", "username": "", "app_password": "", "inbox_list": "Inbox", "someday_list": "Someday", "exclude_lists": [""] } ``` `url` zeigt auf das CalDAV-Calendar-Home-Set des Kontos; sie darf ein Alias sein (Nextcloud akzeptiert dort einen Kurznamen), da jede spätere Adresse ausschließlich aus den vom Server gelieferten `href`s stammt, nie aus dieser URL und einem Namen zusammengesetzt wird. `username` ist der Login-Name, der von der Benutzer-ID in der URL abweichen kann - ein Nextcloud-App-Passwort wird empfohlen, nicht das Kontopasswort. `inbox_list`/`someday_list` nennen die beiden festen Listen (je genau eine pro Instanz); `exclude_lists` nimmt vorhandene reine Aufgabenlisten heraus, die keine Projekte sind - eine Liste mit `VEVENT`-Anteil zählt ohnehin nie als Projekt. Ein Projekt ist dort eine Liste, deren unterstützte Komponente ausschließlich `VTODO` ist; `tools/wikitool new project` legt sie automatisch per `MKCALENDAR` an - anders als bei Super Productivity ohne Rückfrage, weil CalDAV einen echten Anlage-Befehl für Listen kennt. Die Eindeutigkeitsprüfung läuft gegen **jede** Liste im Konto, auch gegen ausgeschlossene, Inbox, Someday und gemischte Kalender - kollidiert ein neuer Name mit einer davon, wird nichts angelegt und die Kollision genannt; die vorhandene Liste in Nextcloud umzubenennen bleibt Handarbeit. `tools/wikitool task new`/`task close` funktionieren auf einer `caldav`-Instanz uneingeschränkt - es gibt keinen reinen Lesemodus wie `access: "snapshot"`. Beim Abhaken ändert `task close` ausschließlich `STATUS`, `COMPLETED`, `PERCENT-COMPLETE`, `LAST-MODIFIED` und `DTSTAMP` an der bestehenden `.ics`-Ressource; jede andere Eigenschaft - auch eine unbekannte `X-`-Eigenschaft oder ein Alarm - bleibt unverändert erhalten, und eine seit dem Lesen veränderte Ressource (ETag-Konflikt) schreibt nichts und bricht mit exit 1 ab. Gelöscht wird nie etwas. Listen abgeschlossener Projekte bleiben nach dem Archivieren bestehen - der Adapter löscht nie eine Liste; das übernimmt der Betreiber von Hand in Nextcloud, sobald gewünscht. ## Verifikation ```bash tools/wikitool doctor ``` Prüft in einem Aufruf: Abhängigkeiten, Autor-Auflösung, Git-Identität/Branch/Remote, publizierte Skills, Struktur (Collection-Contracts, generierte Dateien), Personalization (`USER.md`/`SOUL.md` vorhanden **und** ausgefüllt), die optionale Umgebungsnotiz (`ENVIRONMENT.md`), den Aufgaben-Tracker (`.wikitool-tasks.json` - fehlt sie, ist das `OK`; ist ein Provider konfiguriert, zusätzlich ob sein Lesepfad bereitsteht und seine API gerade antwortet, beides nie ein `FAIL`) und die Session-ID. `OK`/`WARN` sind unbedenklich (ein fehlender Remote z. B. ist ein gültiger Endzustand); nur ein `FAIL` bricht mit exit 1 ab, und jede Zeile nennt ihr eigenes Fix-Kommando. Danach zusätzlich: ```bash tools/wikitool docs verify tools/wikitool instructions verify ``` ## Troubleshooting - **`wikitool: venv not found`** - Schritt "Werkzeugumgebung anlegen" aus [instructions/bootstrap.md](instructions/bootstrap.md) bzw. [instructions/setup-instance.md](instructions/setup-instance.md) wurde noch nicht ausgeführt. - **Der Agent bietet keine Skills an (`wiki-ingest`, `wiki-query`, ...)** - `.agents/skills/` und `.claude/skills/` sind generiert und nicht committet. `tools/wikitool instructions sync` ausführen, dann die Agent-Session neu starten (Harnesses lesen Skills nur beim Start). - **`doctor` meldet `personalization: FAIL`** - `USER.md`/`SOUL.md` fehlen, oder sie tragen noch die Sentinel-Zeile aus dem Template (ein umbenanntes Template ist kein ausgefülltes). Den Personalization-Schritt (6) aus `instructions/setup-instance.md` ausführen lassen; bei einer Instanz nach Weg C ist das der einzige nachzuholende Schritt. - **`doctor` meldet `environment: WARN`** - `ENVIRONMENT.md` existiert, trägt aber noch die Sentinel-Zeile aus dem Template. Ausfüllen (Vorlage: `ENVIRONMENT.md.template`) und die Zeile entfernen, oder die Datei löschen - sie ist optional, und `absent` ist ein gültiger Endzustand. - **`new` bricht mit "No author configured" ab** - weder `$WIKI_AUTHOR` noch `git config user.name` sind gesetzt. `git config user.name ""` ausführen, oder `WIKI_AUTHOR` exportieren. - **`publish` endet mit Exit-Code 42 (Mass-Update-Gate)** - erwartetes Verhalten bei ≥10 gezählten Dateien (z. B. beim allerersten Commit einer neuen Instanz). Das ist kein Fehler, sondern die Aufforderung, die Ausgabe einem Menschen zu zeigen: sie enthält die vollständige Dateiliste und die exakte `--confirm `-Zeile, die nach Freigabe veröffentlicht. Details: [instructions/gates.md](instructions/gates.md). - **`publish` endet mit Exit-Code 42 (Publish-Remote-Gate)** - dieser Checkout hat eine `.wikitool-remotes.json`, und das angesteuerte Remote steht nicht darin. Ebenfalls kein Fehler: Die Ausgabe nennt die Push-URL, an die geschrieben würde, und die erlaubten. Anders als beim Mass-Update-Gate gibt es hier **keinen Token und keine Flagge** - stimmt das Ziel wirklich, trägt der Mensch dessen URL selbst in die Datei ein. Ein Agent, der die Datei anfasst, um an der Verweigerung vorbeizukommen, öffnet ein Gate aus eigenem Antrieb. - **Ich will am Tool-Stack selbst weiterarbeiten (nicht nur Wiki-Inhalt betreiben)** - eine neue Instanz hat dafür keinen Weg: `dist export` lässt `instructions/dev/` (Stack-Entwicklung, inkl. der vendorten `commonplace/`-Wissensbasis) bewusst und dauerhaft weg, ohne Restore-Mechanismus. Für Stack-Entwicklung im Ursprungs-Repo arbeiten (oder eine neue Dev-Instanz daraus exportieren) statt in dieser Instanz nachzurüsten.