# AMD ## Powermanagement CPU https://www.heise.de/news/Linux-Kernel-Linux-5-17-mit-neuem-AMD-Powermanagement-6610697.html > Für AMD-Prozessoren bringt der neue Kernel einen Treiber (amd-pstate) für die "Collaborative Processor Performance Control" (CPPC) mit. Dieser erlaubt eine feinere Steuerung der Leistungsaufnahme von AMD-Prozessoren. Bislang nutzte Linux zum Regeln der Leistung der aktuellen Generationen von AMD-CPUs lediglich das "Advanced Configuration and Power Interface" (ACPI). Der zugehörige Treiber acpi-cpufreq für den Industriestandard ACPI regelte die Prozessoren bislang in drei Stufen (P-States, "Performance States"). Diese P-States geben spezifische Leistungsobergrenzen für CPU-Takt- beziehungsweise -Frequenz vor. Damit lässt sich ein System in voller, abgestufter oder niedrigster Leistung betreiben. Diese Einschränkung von acpi-cpufreq gilt im Übrigen nur für AMD-Prozessoren. > > amd-pstate ersetzt die P-States durch einen neuen Mechanismus mit feineren Stellschräubchen. Diese sind über das sysfs-Interface einsehbar. Aufbauend auf dem neuen Treiber können Kernel-Governors, wie schedutil oder ondemand, die Leistungsziele (Targets) und Hinweise (Hints) der CPPC-Hardware auswerten und feingranular das System regeln. Das lässt den Energieverbrauch sinken und kann auf mobilen Geräten zudem die Akkulaufzeit verlängern. > > Der Treiber setzt ein AMD-System und CPPC-Hardware voraus. CPPC ist auf AMD-Prozessoren der neueren Generation beschränkt. Es findet sich jedoch auch in einigen Zen2- und Zen3-Modellen, die der neue Treiber ebenfalls unterstützt. Sollte versucht werden, auf einem inkompatiblen System amd-pstate zu starten oder kommt es zu einem Fehler, fällt der Kernel auf den acpi-cpufreq zurück und initialisiert diesen. Näheres zu amd-pstate findet sich [im zugehörigen Commit](https://git.kernel.org/pub/scm/linux/kernel/git/torvalds/linux.git/commit/?id=c22760885fd6) und in den entpackten Kernel-Quellen in der Datei Documentation/admin-guide/pm/amd-pstate.rst.