Files
chemenu/kb/concepts/Command Round-Trip Integrity.md
T
torben 18ae28f918
CI / verify (push) Failing after 32s
Release / release (push) Successful in 38s
Chemenu 2.1.0 - deterministischer Wissenskompiler
Chemenu kompiliert Rohnotizen zu einem verlinkten, quellengebundenen Wiki:
raw/ -> types/ + tools/ -> kb/ -> reports/. Was mechanisch ist, macht
tools/wikitool; was Urteil braucht, macht ein Agent unter Contracts, deren
Grenzen in Code durchgesetzt sind statt im Prompt.

Dieser Commit ist der Startpunkt der oeffentlichen Historie. Die vorherige
Entwicklung fand in einer privaten Instanz statt und ist nicht Teil dieses
Repositorys; ihre Erzaehlung steht vollstaendig in CHANGES.md, das mit 44
Eintraegen von 0.1.0 bis 2.1.0 erhalten geblieben ist.

Der mitgelieferte Korpus ist ein Testbett und eine Demo: 170 Seiten ueber den
Stack selbst - Gates, Lint, Versionierung, Suche, das Wiki-Muster. Er
dokumentiert das Werkzeug mit den eigenen Mitteln des Werkzeugs.

Lizenz: AGPL-3.0 fuer den Stack (tools/, types/), CC-BY-4.0 fuer die Inhalte.
Die Grenze zwischen beiden ist der Dateiplan, den dist export berechnet -
siehe NOTICE.
2026-09-01 16:26:14 +02:00

7.0 KiB

type, concept_type, tags, created, modified, related, sources, confidence, confidence_base, provenance, summary
type concept_type tags created modified related sources confidence confidence_base provenance summary
types/concept.md pattern
wikitool
cli
idempotenz
tooling
datenintegritaet
2026-08-31 2026-08-31
wikitool
Self-Healing
Detect-Repair Asymmetry
Green Suite Blind Spot
Write-Once Frontmatter Fields
Source - Conversation - Two Round-Trip Defects Found by an Ingest Session 2026-08-31
0.70 0.70 sourced Anforderung, dass zwei Befehle auf derselben Datei in jeder Reihenfolge zusammenpassen und jeder erzeugte Zustand einen Gegenbefehl hat - 2026-08-31 in wikitool zweimal verletzt

Command Round-Trip Integrity

Typ: Pattern

Definition

Command Round-Trip Integrity ist die Anforderung, dass zwei Befehle, die dieselbe Datei schreiben, in jeder Reihenfolge zusammenpassen und dass ein Befehl, der einen Zustand erzeugt, einen Gegenbefehl hat, der ihn vollständig zurücknimmt. Verletzt ist sie in zwei Formen: die Reihenfolge entscheidet über den Inhalt - der zweite Aufruf zerstört, was der erste geschrieben hat -, oder ein Befehl erzeugt einen Zustand, den kein anderer Befehl mehr erreicht.

Beide Formen sind auf Kommandoebene unsichtbar. Jeder einzelne Aufruf gelingt, meldet Erfolg und tut für sich genommen das Richtige; der Schaden entsteht erst aus der Kombination. In einem Stack, dessen Regeln jede Handeditierung ausschließen, ist die zweite Form die schwerere: eine Seite, die kein Befehl mehr reparieren kann, ist eine Sackgasse.

Kernpunkte

  • Der Anlassfall, Form 1 (Reihenfolge): split_cite_block() in wikitool nahm alles von der Überschrift ## Fußnoten bis zum Dateiende als Fußnotenblock und behielt daraus nur die Zitatdefinitionszeilen. Weil xref add seine Abschnitte ans Dateiende hängt, entschied allein die Reihenfolge von xref add und cite add, ob eine Seite ihre Querverweise behielt. Betroffen waren cite add, cite sync und rename; 8 Seiten mit 74 Zeilen standen in der gefährdeten Position1 .
  • Der Anlassfall, Form 2 (kein Gegenbefehl): xref add schrieb auf einer Source-Seite ein related:, das types/source.md nicht deklariert, und strip_frontmatter_ref() räumte nur deklarierte Felder. xref remove konnte den Rest also nicht entfernen - ein Kommando erzeugte einen Zustand, den ein anderes nicht rückgängig machen konnte1 .
  • Die Reparatur ordnet die Ausgabe, statt die Aufrufer zu disziplinieren. Der Fußnotenblock endet seit 1.5.1 an der nächsten Überschrift und wird immer zuletzt gerendert. Damit muss xref add sein Anhängen am Dateiende nicht ändern: der Widerspruch ist aufgelöst, nicht umgangen. Eine Regel „erst xref, dann cite" wäre eine Regel gewesen, an die sich jeder künftige Aufrufer hätte erinnern müssen1 .
  • Daraus folgt Selbstheilung. Weil der Block immer zuletzt ausgegeben wird, bringt die erste Zitatoperation eine bereits verrutschte Seite von selbst wieder in Ordnung. Der Fix repariert nicht nur künftige Aufrufe, sondern den bestehenden Korpus im laufenden Betrieb - siehe Self-Healing1 .
  • Der Beleg ist Byte-Gleichheit, nicht ein grüner Test. Nach xref remove und anschließendem xref link-source kam die referenzierende Concept-Seite byteidentisch aus dem Zyklus zurück. Erst das zeigt, dass die beiden Kommandos Inversen sind; ein Test, der nur prüft, dass hinterher wieder eine Referenz dasteht, würde eine umformatierte Seite durchlassen1 .
  • Vor dem Schreiben beide Seiten prüfen. xref add validiert seit 1.6.0 beide Seiten, bevor es eine schreibt, damit eine Ablehnung keine halbe Verknüpfung hinterlässt. Eine abgebrochene bidirektionale Operation ist selbst ein Zustand ohne Gegenbefehl1 .
  • Die Feldwahl folgt der Collection, nicht einer Tabelle. xref link-source legt ein Ziel aus kb/entities/ in entities: und eines aus kb/concepts/ in concepts: ab. Das Verzeichnis ist der Feldname, also braucht eine neue Collection keine Codeänderung, sondern einen Typ, der das passende Feld deklariert. Eine Typ-zu-Feld-Zuordnung wurde verworfen, weil sie eine zweite Kopie dessen wäre, was die Type-Specs schon sagen1 .
  • Abgrenzung zu Detect-Repair Asymmetry: dort meldet ein Check einen Defekt, für den es keinen Reparaturbefehl gibt. Hier meldet niemand etwas - jeder beteiligte Aufruf endet mit Erfolg, und der Defekt zeigt sich erst an dem, was hinterher in der Datei fehlt.

Beispiele

  • wikitool - cite add/xref add (Gitea-Issue #17, geschlossen mit 1.5.1) und xref add/xref remove auf einer Source-Seite (Issue #18, geschlossen mit 1.6.0)
  • Self-Healing - die Eigenschaft, die aus der gewählten Reparatur folgt
  • Write-Once Frontmatter Fields - der Endzustand, wenn der Gegenbefehl fehlt, statt nur falsch zu greifen

Wann zu verwenden

  • Beim Entwurf eines Befehls, der eine Datei schreibt, die schon ein anderer Befehl schreibt: beide Reihenfolgen durchspielen, nicht nur die geplante.
  • Bei jedem Befehl, der einen Zustand erzeugt: benennen, welcher Befehl ihn wieder entfernt, und den Zyklus einmal vollständig durchlaufen - der Vergleich ist Byte-Gleichheit.
  • Bei einer Ablehnung, die auf ein anderes Kommando verweist: sie ist eine Behauptung über dessen Fähigkeiten und gehört mit dem Test ausgeliefert, der sie belegt (siehe Denylist over Allowlist).

Wann NICHT zu verwenden

  • Für Befehle, die bewusst nicht umkehrbar sind, weil die Umkehrung eine andere Operation ist: publish schreibt Historie, und die Rücknahme eines Commits ist ein eigener Vorgang, keine fehlende Inverse.
  • Als Argument gegen anhängende Schreibvorgänge überhaupt. Das Problem war nicht das Anhängen am Dateiende, sondern ein Leser, der alles dahinter als seinen Bereich betrachtete.

Verwandte Concepts

Beziehungen

Siehe auch

Fußnoten