Files
chemenu/INSTALL.md
T
torben c77bda2004
CI / verify (push) Successful in 5m20s
CI / pwsh (push) Successful in 1m53s
Release / release (push) Successful in 37s
feat: INSTALL.md held to the installation instructions - prerequisites lists generated from the manifest, setup questions checked by docs verify (#154)
Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01SnAJ7Z3CpVD3PRbN73QtU2

Files changed:
- CHANGES.md
- INSTALL.md
- VERSION
- instructions/dev/doc-pull-through.md
- instructions/dev/stack-close/SKILL.md
- instructions/setup-instance.md
- tools/CONTRACT.md
- tools/README.md
- tools/chemenu/cli_contract.py
- tools/chemenu/commands/docs_verify.py
- tools/chemenu/install_doc.py
- tools/chemenu/tests/test_install_doc.py
2026-10-02 07:47:39 +02:00

32 KiB

Installation

Dieses Dokument richtet sich an Menschen. Es gibt genau einen Weg zu einer Chemenu-Instanz: Ein Agent installiert das neueste Release in ein leeres Verzeichnis, das du vorgibst. Die Schritte führt der Agent aus, nach instructions/setup-instance.md aus demselben Release. Hier steht, was du vorher bereitstellst, welchen Satz du ihm gibst, was er dich fragt und was zu tun ist, wenn er anhält. Die vollständige Kommandoreferenz steht in tools/CONTRACT.md.

Den optionalen MCP-Leseserver installiert und betreibt INSTALL-MCP.md: derselbe Korpus, lesend, für einen Konsumenten, der kein Terminal auf dieser Maschine ist.

Wer am Stack selbst arbeiten will, klont dieses Repo. Das ist eine Entwicklungsumgebung mit Demo-Korpus und keine Instanz; sie steht in DEVELOPMENT.md.

Was vorher da sein muss

Diese Programme prüft der Preflight, bevor irgendein wikitool-Befehl läuft. Installieren musst du sie selbst - der Agent tut es nie, auch nicht mit deiner Zustimmung. Wo eines fehlt, nennt der Preflight den Installationsbefehl für dein System. Die Liste wird aus tools/prerequisites.txt erzeugt, derselben Datei, die der Preflight liest:

  • Python ≥ 3.11
  • Git
  • ripgrep (rg)

Dazu:

  • Ein Agent-Harness: Claude Code, GitHub Copilot (in VS Code oder als CLI), Codex CLI oder Mistral Vibe.
  • Ein leeres Verzeichnis, in dem die Instanz liegen soll, und dein Harness darin geöffnet. Leer heißt: nichts außer einem .git. Ein frisch geklontes, leeres Repo für deine Instanz ist also genau richtig - liegt dein Repo torben/nathan etwa in ~/src/nathan, installierst du dorthin, und der Agent übernimmt dessen origin als Ziel für publish.

Unter Windows zusätzlich, ebenfalls vom Preflight geprüft:

  • PowerShell 7 (pwsh) ≥ 7

Und außerdem:

  • PowerShell 7 als Standardterminal in VS Code. Windows PowerShell 5.1 reicht nicht, und WSL ist nicht vorgesehen.
  • Execution Policy RemoteSigned - auf vielen Rechnern ab Werk gesetzt (Get-ExecutionPolicy -List zeigt es).
  • Git for Windows. Es bringt Git Bash mit, in dem Claude Code seine Befehle ausführt.
  • Ein Installationsverzeichnis mit höchstens 95 Zeichen, zum Beispiel C:\Chemenu. Windows erlaubt ohne eingeschaltete lange Pfade nur 259 Zeichen je Pfad, und die Dateien des Wikis brauchen den Rest. Wer Administratorrechte hat, kann stattdessen lange Pfade einschalten (LongPathsEnabled); verlangt wird das nicht.

Der Satz für den Agenten

Öffne das leere Verzeichnis in deinem Harness und gib dem Agenten diesen Satz:

Richte in diesem Verzeichnis eine neue Chemenu-Instanz ein. Hol dazu das neueste Release von https://gitea.nehmer.net/api/v1/repos/torben/chemenu/releases/latest und folge dessen Asset setup-instance.md. Lies vor dem Start des Preflights das Asset preflight.md aus demselben Release.

Damit liest der Agent die Beschreibung des neuesten Releases und daraus die beiden Anleitungen. Dann lädt er das passende Preflight-Skript (preflight.ps1 für PowerShell, preflight.sh für eine POSIX-Shell) mit einem Befehl seiner Shell ins Verzeichnis - nicht über den Browser, damit Windows die Datei nicht als „aus dem Internet“ markiert - und startet es. Das Skript lädt den Tarball desselben Releases, prüft dessen sha256, entpackt ihn in das Verzeichnis, löscht sich selbst und prüft dann im entpackten Baum, ob alles da ist.

Die Liste aller Releases: https://gitea.nehmer.net/torben/chemenu/releases. Das Repo ist öffentlich; der Download braucht weder Konto noch Token.

Was der Agent dich fragt

Raten darf der Agent keine dieser Antworten, und keine übernimmt er aus einem anderen Repo:

  • **Autor-Identität** - Name und E-Mail für `git config`. Das ist zugleich der Autorname jeder künftig angelegten Wiki-Seite ($WIKI_AUTHOR überschreibt ihn bei Bedarf).
  • **Remote** - bei einem leeren Klon nur die Bestätigung, dass origin stimmt; sonst eine URL, wenn du auf einen Server pushen willst. Ohne Remote bleibt die Instanz lokal, und jedes publish läuft mit --no-push.
  • **Sprache und Ton der Seiten** - sie landen in kb/CONVENTIONS.md, dazu je Collection kb/<name>/COLLECTION.md. Fertige Profile, darunter ein vollständiges deutsches, hält instructions/kb-profiles.md bereit. Entscheide das vor dem ersten Ingest: Danach ist ein Wechsel der Abschnittsnamen eine Migration jeder bestehenden Seite. Titel, Wikilink-Ziele, Zitat-IDs, Schema-Werte, Tags, Befehle und Pfade folgen keiner Sprache - Act Runner heißt in jeder Instanz Act Runner.
  • **Anwendungsgebiet** - woraus dieses Wiki seine Quellen zieht. Daraus schlägt der Agent eine source_type-Liste vor (bei einem Verein etwa Satzung, Protokoll, Spielbericht). Das ist ein Startpunkt, keine Festlegung: Später wird sie an echtem Bestand korrigiert (instructions/evolve-subtypes.md).
  • **Personalisierung** - wer diese Instanz bedient (USER.md) und wie sie klingt (SOUL.md). Der Agent interviewt dich entlang der Vorlagen und schreibt deine Antworten wörtlich mit. Zwei Fragen beantwortest nur du: den Namen der Persona und die Themen, die bewusst draußen bleiben.
  • **Umgebung** (optional) - Harness, MCP-Server, Remotes, damit spätere Sitzungen nicht erneut fragen. „Weiß ich nicht“ ist eine gültige Antwort.
  • **Telemetrie** - standardmäßig aus; der Agent fragt nur, ob du sie einschalten willst.
  • **Aufgaben-Tracker** (optional) - siehe Konfiguration.

Am Ende legt der Agent den ersten Commit an. Dabei hält das Mass-Update-Gate an (Exit 42), weil eine neue Instanz aus weit mehr als zehn Dateien besteht. Das ist erwartet: Der Agent zeigt dir die Dateiliste und die --confirm-Zeile, und erst nach deiner Freigabe wird veröffentlicht. Danach startest du die Agent-Sitzung im selben Verzeichnis neu, damit sie die Skills lädt.

Wenn der Agent anhält

Der Preflight hält mit Exit 42 an, wenn du etwas tun musst. Seine Ausgabe nennt in einem nummerierten Block, was fehlt, warum, den Befehl, der es behebt, und wie es weitergeht. Der Agent zeigt dir diesen Block unverändert, setzt eine Übersetzung höchstens darunter und wartet. Sag ihm Bescheid, wenn du fertig bist; dann prüft er erneut. Ausweichen oder selbst installieren darf er nicht.

Beim Herunterladen und Entpacken (das Skript aus dem Release, bevor es einen Baum gibt):

  • Werkzeuge zum Laden oder Entpacken fehlen (Exit 42). Unter Linux und macOS braucht das Skript curl, tar und sha256sum (oder shasum), unter Windows nur das tar.exe aus Windows 10/11. Installiere, was die Ausgabe nennt; unter Windows liefert Git for Windows alles für Git Bash mit.
  • Das Verzeichnis ist zu lang (Exit 42, nur Windows ohne lange Pfade). Nimm ein kürzeres, etwa C:\Chemenu, öffne es im Harness und gib den Satz dort noch einmal.
  • Das Verzeichnis ist nicht leer (Exit 1). Es darf nichts enthalten außer dem Skript und einem .git. Räume es selbst auf oder nimm ein anderes - der Agent löscht dort nichts.
  • Download fehlgeschlagen oder Prüfsumme falsch (Exit 1). Es wurde nichts entpackt. Prüf die Internetverbindung und lass es erneut versuchen; einen anderen Download-Weg sucht der Agent nicht. Ohne direkten Download kannst du Tarball und .sha256 von der Release-Seite selbst nebeneinander ablegen; der Agent startet das Skript dann mit --archive <tarball>.

Im entpackten Baum (jeder weitere Lauf ist tools/preflight.sh bzw. unter PowerShell pwsh -NoProfile -ExecutionPolicy Bypass -File tools/preflight.ps1):

  • Ein Werkzeug fehlt - Python, git, ripgrep, unter Windows auch PowerShell 7. Die Ausgabe nennt den Installationsbefehl für dein System. Ist es schon installiert, nur woanders, nenn dem Agenten den Pfad; er reicht ihn mit --set <werkzeug>=<pfad> weiter.
  • Eine Version ist zu alt - zum Beispiel Python unter 3.11. Neuere Version installieren oder deren Pfad nennen.
  • Ein genannter Pfad funktioniert nicht - der Pfad muss auf das Programm selbst zeigen, nicht auf seinen Ordner.
  • Die Python-Umgebung (tools/.venv) oder ihre Bibliotheken ließen sich nicht einrichten. Die Ausgabe zeigt, was Python oder pip gemeldet haben. Meist blockiert ein Proxy oder ein Sicherheitsprogramm den Download; das klärt, wer deinen Rechner betreut.
  • Skripte tragen die Markierung „aus dem Internet“ (nur Windows). Das passiert, wenn das Release im Browser geladen und im Explorer entpackt wurde. Einmal im Verzeichnis, in PowerShell 7: Get-ChildItem -Recurse -File | Unblock-File. doctor zeigt den Stand unter script-marks.
  • Die Execution Policy verbietet Skripte (Restricted oder AllSigned, nur Windows). Die Ausgabe nennt die eine Zeile für ein PowerShell-7-Fenster (Set-ExecutionPolicy -Scope CurrentUser -ExecutionPolicy RemoteSigned). Setzt eine Gruppenrichtlinie sie, hilft nur die IT - oder du arbeitest aus Git Bash mit tools/wikitool. doctor zeigt den Stand unter execution-policy.
  • Das Installationsverzeichnis ist zu lang (nur Windows ohne lange Pfade). Die Instanz muss in ein kürzeres Verzeichnis umziehen, etwa C:\Chemenu.

Hält der Agent an einer anderen Stelle an und ist die Ursache nicht offensichtlich, bietet er dir einen Fehlerbericht an - siehe Troubleshooting.

Version und Updates

Jede Instanz trägt die Version des Stacks (Werkzeuge, Typen, Instruktionen, Contracts) - nicht die ihres Inhalts. Sie steht in VERSION, daneben .wikitool-release.json mit Herkunft und Exportdatum des Releases.

tools/wikitool version         # was läuft hier, und woher kommt es
tools/wikitool version check   # gibt es ein neueres Release?

version check, version notes und dist upgrade --latest sind die einzigen Befehle, die ins Netz gehen, und alle drei fragen denselben Release-Feed der Ursprungs-Instanz ($WIKITOOL_UPDATE_URL überschreibt; sonst der Wert aus dem Stamp). version check ist dafür da; version notes greift nur dann darauf zurück, wenn die lokale CHANGES.md den Eintrag nicht hat - auf einer Instanz also immer, siehe unten - und sagt vorher auf stderr, welche URL es fragt; dist upgrade fragt den Feed nur, wenn --latest dasteht, und lädt dann auch das Release herunter (siehe „Eine Instanz aktualisieren"). Ein nicht erreichbarer Feed wird als Fehler gemeldet - nie als „aktuell" und nie als „keine Notes".

Was die Versionsnummer aussagt: kompatibel ist, was in der linkesten von Null verschiedenen Stelle übereinstimmt. 0.1.3 → 0.1.4 ist ein sicheres Update, 0.1.3 → 0.2.0 nicht, und ab 1.0.0 liest sich dieselbe Regel als das gewohnte „MAJOR bricht". version check sagt das direkt (state: update vs. state: migration).

Was diese Stelle beantwortet, ist ob die neue Version ein Drop-in-Ersatz ist - ob sich die Maschinerie einfach darüberkopieren lässt und ob die alte danach noch zurückkann. Ob Inhalt migriert werden muss, ist eine zweite, unabhängige Frage. Ein MAJOR-Sprung kann eine leere Migrationskette haben und trotzdem Handarbeit verlangen: umbenannter Release-Feed, umbenanntes Artefakt, umbenannter Import- oder Kommandoname, geänderte Envvar - kb/ bleibt dabei unangetastet, das Update ist trotzdem keins zum Drüberkopieren. Der Abschnitt „Sonderfall: Update von 1.x auf 2.0.0" unten ist genau dieser Fall.

Deshalb stehen in den Release-Notes eines MAJOR zwei getrennte Zeilen, und beide sind vor dem Update zu lesen: Breaking Change: sagt, was aufhört zu funktionieren und was diese Instanz dagegen tun muss; Migration: sagt, ob und wie der Korpus umgeschrieben wird (none required, wenn nicht). tools/wikitool version notes druckt beide Zeilen - im Ursprungs-Repo aus der dort gefüllten CHANGES.md, auf einer ausgelieferten Instanz aus dem Release-Feed, weil die Instanz die Datei nur als Stub bekommt und ein Update sie nie überschreibt. Der Befehl fragt dabei immer das neueste Release: solange VERSION noch die alte Fassung nennt, antwortet er also mit einer anderen Version als der eigenen und sagt das auf stderr dazu. Ist der Feed nicht erreichbar, nennt die Fehlermeldung die Release-Seite, die .wikitool-release.json als release_url führt; --offline verlangt diesen Weg von vornherein.

Eine Instanz aktualisieren

Das Anwenden eines Updates schreibt in eine Instanz, die bereits Inhalt hat. Der Inhalt hat dabei eine eigene Version: .wikitool-kb.json sagt, in welcher Form die Seiten vorliegen, unabhängig davon, welche Maschinerie danebensteht. Genau dieser Unterschied ist der Zustand, in dem sich jede Instanz mitten im Upgrade befindet.

Die Durchführung selbst steht in instructions/upgrade-instance.md - die Reihenfolge, was jeder Schritt entscheidet, wo die Agent-Sitzung neu gestartet werden muss, und die beiden Stellen, an denen heute Handarbeit nötig ist. Sie steht dort und nicht hier, weil sie von einer Agent-Sitzung ausgeführt wird; eine zweite Fassung derselben Schrittfolge an dieser Stelle wäre genau die Kopie, die irgendwann auseinanderläuft. Wer den Lauf selbst fahren will, liest dieselbe Datei.

Was dieses Dokument beiträgt, ist die Entscheidung davor - welches Release, ob überhaupt, und wem die Instanz als Quelle vertraut - und zwei Sonderfälle, die die Instruktion nicht abdecken kann, weil es sie dort noch nicht gibt.

Das Release kommt mit einem Befehl. tools/wikitool dist upgrade --latest --expect <version> fragt den Release-Feed, lädt Tarball und .sha256 in ein Arbeitsverzeichnis, prüft den Tarball gegen die Summe und wendet ihn an; das Arbeitsverzeichnis verschwindet bei jedem Ausgang wieder, auch bei --dry-run. <version> ist die, die version notes gedruckt hat: der Feed kennt nur sein neuestes Release, und --expect verweigert den Lauf vor dem Download, wenn inzwischen ein neueres erschienen ist, statt es ungelesen einzuspielen. Beides zusammen entscheidet vor dem Download über „schon aktuell", Downgrade und Vor-Release (-beta.N braucht --pre); fehlt dem Release der Tarball oder die Summe, bricht der Befehl vor dem ersten Download ab und nennt die Release-Seite. Wer offline arbeitet oder einen Tarball vom Betreiber bekommen hat, gibt statt --latest weiter die Datei an (dist upgrade <tarball>).

Was die Prüfsumme leistet - und was nicht. Die .sha256 liegt beim selben Feed wie der Tarball. Sie schützt vor einer beschädigten Übertragung, nicht vor einem Feed, der selbst kompromittiert ist: die Echtheit eines Releases beruht auf dem Vertrauen in den Host, dessen Feed die Instanz fragt (update_url im Stamp). Es gibt keinen https-Zwang; wer einen http://-Feed konfiguriert, tut das bewusst. $WIKITOOL_UPDATE_TOKEN geht nur an Downloads auf demselben Host wie der Feed.

Beim ersten Sprung auf ein Release, das --latest kennt, gibt es die Option in der Instanz noch nicht - die Instruktion, die dort steht, gehört zum Release, das die Instanz verlässt. Dann Tarball und .sha256 einmal von der Release-Seite holen, nebeneinander ablegen und dist upgrade <tarball> geben; ab dem Release danach trägt die Instanz --latest selbst.

Beim ersten Sprung auf 4.5.0 oder höher gibt es dist upgrade in der Instanz noch nicht - es kam erst mit 4.5.0. Dann das Werkzeug aus dem entpackten neuen Tarball verwenden, gegen die alte Instanz gerichtet:

tar -xzf chemenu-stack-<version>.tar.gz
CHEMENU_ROOT="$PWD" chemenu-stack-<version>/tools/wikitool \
  dist upgrade chemenu-stack-<version>.tar.gz --dry-run

CHEMENU_ROOT sagt dem Paket, auf welchen Korpus es zeigen soll (siehe § Konfiguration); ohne die Variable würde es den entpackten Tarball selbst für die Instanz halten. Ab dem zweiten Upgrade trägt die Instanz Kommando und Instruktion selbst, und der normale Weg greift.

Was dist upgrade dabei genau tut, klassifiziert und verweigert, steht in tools/CONTRACT.md - einschließlich des vollständigen Fehlerkontrakts. Eine lokal veränderte Stack-Datei ist damit sichtbar, statt von Hand gegen die sha256-Summen im files-Block geprüft werden zu müssen - genau der Schritt, der vor 4.5.0 hier stand.

doctor warnt, solange kb_version hinter VERSION zurückliegt und noch Migrationen offen sind. Einer Instanz, die älter ist als .wikitool-kb.json, fehlt die Datei ganz - dann einmalig tools/wikitool migrate baseline <version> aufrufen; geraten wird nichts.

Fallstricke. Eine Instanz ohne lokale .wikitool-release.json (oder eine ohne files-Block, aus der Zeit vor 4.5.0) hat für dist upgrade keine Basis, gegen die es eine lokale Änderung erkennen könnte, und verweigert den Tausch - dafür gibt es heute keine Reparatur. Mit <tarball-oder-verzeichnis> lädt der Befehl selbst nichts herunter; die Datei muss vorher von der Release-Seite geholt werden. Nur --latest lädt, und ein Tarball muss in beiden Fällen genau ein Top-Level-Verzeichnis enthalten - die Form, in der .gitea/workflows/release.yml es baut.

Vor 4.5.0 stand hier ein rein manueller Ablauf (Maschinerie von Hand kopieren, kb/CONTRACT.md eingeschlossen, sha256-Vergleich von Hand). dist upgrade ersetzt genau diesen Teil; wer ihn dennoch von Hand nachvollziehen will oder muss (ein Werkzeug, das wikitool selbst nicht ausführen kann), findet die Dateiliste im files-Block der .wikitool-release.json und die Ausnahmen (kb/CONVENTIONS.md, kb/*/COLLECTION.md, .wikitool-kb.json) in tools/CONTRACT.mds dist upgrade-Datensatz (oder direkt: tools/wikitool dist upgrade -h).

Konfiguration

Variable Zweck Fallback
WIKI_AUTHOR Override für den Autornamen neuer Source-Seiten git config user.name - fehlt beides, bricht new mit ERROR ab
WIKITOOL_SESSION_ID Scopt das Iteration-Budget-Gate auf eine Aufgabe statt auf ein Terminal Eine vom Harness selbst gesetzte Sitzungs-Variable, wo eine bekannt ist (z. B. CLAUDE_CODE_SESSION_ID), sonst die Parent-Process-ID (siehe instructions/session-setup.md)
WIKITOOL_UPDATE_URL Release-Feed, den version check abfragt Wert aus .wikitool-release.json, sonst der Feed der Ursprungs-Instanz
WIKITOOL_UPDATE_TOKEN Gitea-Token für den Release-Feed keiner - gegen torben/chemenu nicht nötig, nur gegen einen Feed in einem nicht öffentlichen Repo
WIKITOOL_TASKS_CONFIG Pfad zu einer Tracker-Konfiguration, die task, review und doctor statt .wikitool-tasks.json lesen - um einen Checkout der Reihe nach gegen mehrere Tracker laufen zu lassen die .wikitool-tasks.json im Repo-Root. Nennt die Variable eine Datei, die es nicht gibt, ist das ein Fehler und nie „kein Tracker konfiguriert"
CHEMENU_ROOT Auf welchen Korpus das Paket zeigt - für einen Aufrufer, der nicht im Checkout selbst liegt der Checkout, in dem das Paket liegt (tools/wikitool verhält sich ohne die Variable unverändert)
WIKI_TRACE / WIKI_TRACE_DIR Telemetrie abschalten bzw. aus dem Arbeitsbaum heraus umlenken Aus - siehe unten
WIKI_TRACE_MAX_SESSION_BYTES / WIKI_TRACE_KEEP_SESSIONS Byte-Deckel je Session-Trace bzw. wie viele Session-Verzeichnisse die Retention behält 5 MiB je Session, 250 Verzeichnisse

Gegen das Ursprungs-Repo braucht es kein Token. torben/chemenu ist öffentlich lesbar; version check, dist upgrade --latest und die Installation funktionieren ohne Konfiguration.

Telemetrie ist in einer Instanz aus. Jede Instanz trägt die .wikitool-release.json ihres Releases, und daran erkennt chemenu.telemetry.policy, dass niemand Telemetrie bestellt hat. Das gilt auch für jeden weiteren Klon der Instanz, weil die Datei mit dem ersten Commit ins Repo kommt. Nur ein Klon des Ursprungs-Repos zur Entwicklung trägt keine; dort sind die Traces das Messinstrument, mit dem der Stack sich selbst bewertet, und sie stehen auf an.

Wer den Default umdrehen will, legt .wikitool-telemetry.json im Repo-Root an (pro Checkout, gitignored, kein .template - genau wie .wikitool-remotes.json):

{ "enabled": true, "max_session_bytes": 5242880, "keep_sessions": 250 }

Alle drei Schlüssel sind optional. WIKI_TRACE überschreibt enabled weiterhin in beide Richtungen und schlägt diese Datei. wikitool doctor meldet den aktuellen Zustand (an/aus, warum, und die Menge gegen beide Deckel); mehr dazu in EVALS.md § "Whether it runs at all".

Tool-Pfade - schreibt der Preflight, nicht der Mensch. .wikitool-tools.json im Repo-Root hält die absoluten Pfade von Python, git und ripgrep, so wie der Preflight sie auf diesem Rechner gefunden hat; wikitool startet git und rg von dort statt über PATH. Pro Checkout und gitignored - ein Pfad auf einem Rechner sagt über den nächsten nichts. Fehlt die Datei oder ist sie unvollständig, startet tools/wikitool nicht (Exit 42) und nennt den Preflight. Liegt ein Tool woanders, als der Preflight sucht, nennt man den Pfad mit tools/preflight.sh --set rg=<pfad> (PowerShell: pwsh -NoProfile -ExecutionPolicy Bypass -File tools/preflight.ps1 --set rg=<pfad>); von Hand bearbeitet wird die Datei nicht. doctor meldet unter tool-paths, ob alle Pfade noch stimmen.

Aufgaben-Tracker anbinden - optional. Der Wochenrückblick (tools/wikitool review, Skill gtd-weekly-review) gleicht die Projektseiten unter kb/gtd/ gegen einen Aufgaben-Tracker ab. Welcher das ist, steht in .wikitool-tasks.json im Repo-Root - der dritten Datei dieser Art neben .wikitool-telemetry.json und .wikitool-remotes.json: pro Checkout, ohne .template, und gitignored, sobald ein Token darin liegt. Fehlt sie, ist schlicht kein Tracker konfiguriert; das ist ein gültiger Endzustand, kein Fehler. Kaputt ist sie dagegen ein FAIL - eine unlesbare Konfiguration darf nicht als „kein Tracker" durchgehen.

{
  "schema": 1,
  "provider": "superproductivity",
  "thresholds": {
    "stalled_waiting_days": 14,
    "unpaged_project_weeks": 3,
    "someday_stale_months": 5
  },
  "superproductivity": {
    "access": "api",
    "api_base_url": "http://127.0.0.1:3876",
    "api_token": "<token aus den SP-Einstellungen>"
  }
}
  "superproductivity": {
    "access": "snapshot",
    "backups_dir": "~/.config/superProductivity/backups"
  }

provider wählt den Adapter - ausgeliefert werden superproductivity und caldav. Der thresholds-Block trägt die drei Schwellwerte des Rückblicks (Konfiguration, nicht Schema): ab wann ein Waiting-For überfällig ist, ab welchem Alter ein Tracker-Projekt ohne kb/-Seite gemeldet wird, und ab wann ein Someday-Eintrag als verstaubt gilt. Ein Wert, den der Provider gar nicht liefern kann - ein Waiting-Posten ohne Wiedervorlagedatum, ein Tracker-Projekt ohne bestimmbares Anlagedatum - wird vom Rückblick nicht still übersprungen, sondern als eigene Fundstelle gemeldet (waiting_no_follow_up/project_age_unknown).

Der gleichnamige Provider-Block trägt dessen Verbindungsangaben, und bei Super Productivity entscheidet access verpflichtend und ohne Rückfall, welcher von zwei sich ausschließenden Wegen das ist: eine headless bediente Instanz setzt access: "snapshot" und liest ausschließlich den jüngsten Backup-Schnappschuss unter backups_dir (läuft auch ohne laufende App, aber rein lesend - der Tracker ist von dort aus nicht schreibbar); eine Desktop-Instanz setzt access: "api" und spricht ausschließlich die lokale REST-API an, die nur antwortet, solange die App läuft, dafür aber auch den aktuellen Zustand liefert und den Schreibpfad trägt. Der Block nennt nur die Felder seines eigenen Wegs - ein backups_dir neben access: "api" oder ein api_token neben access: "snapshot" wird beim Lesen der Konfiguration abgelehnt, nicht ignoriert. api_token ist bei access: "api" Pflicht, da jeder Endpunkt außer GET /health Authorization: Bearer <token> verlangt.

tools/wikitool new project legt einen gleichnamigen Tracker-Eintrag nur auf einer access: "api"-Instanz an (und auch dort nicht automatisch - siehe die Kommandotabelle). Auf einer access: "snapshot"-Instanz verweigert das Kommando vollständig, exit 1: der Tracker ist von dort aus nur lesbar. Dasselbe gilt für tools/wikitool task new, den zweiten Schreibweg: es legt einen einzelnen Posten im Tracker an - ohne kb/-Seite - und existiert ebenfalls nur auf einer access: "api"-Instanz. tools/wikitool task close --id ist der dritte und letzte Schreibweg - er markiert einen Posten erledigt, löscht ihn nie - und verweigert auf access: "snapshot" auf dieselbe Weise. tools/wikitool task list --project ist rein lesend und beantwortet daher auf beiden Zugriffsarten.

caldav ist der standardbasierte zweite Adapter (RFC 4791/5545), gegen Nextcloud Tasks verifiziert, mit iOS Erinnerungen als mobilem Client - gebaut nach dem Zuschnitt: auf dem Telefon wird abgehakt, gepflegt wird am Schreibtisch. Anders als bei Super Productivity gibt es nur einen Zugriffsweg - CalDAV ist immer ein Netzwerkzugriff, kein access-Feld nötig:

  "caldav": {
    "url": "https://<host>/remote.php/dav/calendars/<user>/",
    "username": "<login>",
    "app_password": "<Nextcloud-App-Passwort>",
    "inbox_list": "Inbox",
    "someday_list": "Someday",
    "exclude_lists": ["<vorhandene Liste, die kein Projekt ist>"]
  }

url zeigt auf das CalDAV-Calendar-Home-Set des Kontos; sie darf ein Alias sein (Nextcloud akzeptiert dort einen Kurznamen), da jede spätere Adresse ausschließlich aus den vom Server gelieferten hrefs stammt, nie aus dieser URL und einem Namen zusammengesetzt wird. username ist der Login-Name, der von der Benutzer-ID in der URL abweichen kann - ein Nextcloud-App-Passwort wird empfohlen, nicht das Kontopasswort. inbox_list/someday_list nennen die beiden festen Listen (je genau eine pro Instanz); exclude_lists nimmt vorhandene reine Aufgabenlisten heraus, die keine Projekte sind - eine Liste mit VEVENT-Anteil zählt ohnehin nie als Projekt.

Ein Projekt ist dort eine Liste, deren unterstützte Komponente ausschließlich VTODO ist; tools/wikitool new project legt sie automatisch per MKCALENDAR an - anders als bei Super Productivity ohne Rückfrage, weil CalDAV einen echten Anlage-Befehl für Listen kennt. Die Eindeutigkeitsprüfung läuft gegen jede Liste im Konto, auch gegen ausgeschlossene, Inbox, Someday und gemischte Kalender - kollidiert ein neuer Name mit einer davon, wird nichts angelegt und die Kollision genannt; die vorhandene Liste in Nextcloud umzubenennen bleibt Handarbeit. tools/wikitool task new/task close funktionieren auf einer caldav-Instanz uneingeschränkt - es gibt keinen reinen Lesemodus wie access: "snapshot". Beim Abhaken ändert task close ausschließlich STATUS, COMPLETED, PERCENT-COMPLETE, LAST-MODIFIED und DTSTAMP an der bestehenden .ics-Ressource; jede andere Eigenschaft - auch eine unbekannte X--Eigenschaft oder ein Alarm

  • bleibt unverändert erhalten, und eine seit dem Lesen veränderte Ressource (ETag-Konflikt) schreibt nichts und bricht mit exit 1 ab. Gelöscht wird nie etwas.

Listen abgeschlossener Projekte bleiben nach dem Archivieren bestehen - der Adapter löscht nie eine Liste; das übernimmt der Betreiber von Hand in Nextcloud, sobald gewünscht.

Verifikation

tools/wikitool doctor

Prüft in einem Aufruf: Abhängigkeiten, Autor-Auflösung, Git-Identität/Branch/Remote, publizierte Skills, Struktur (Collection-Contracts, generierte Dateien), Personalization (USER.md/SOUL.md vorhanden und ausgefüllt), die optionale Umgebungsnotiz (ENVIRONMENT.md), den Aufgaben-Tracker (.wikitool-tasks.json - fehlt sie, ist das OK; ist ein Provider konfiguriert, zusätzlich ob sein Lesepfad bereitsteht und seine API gerade antwortet, beides nie ein FAIL) und die Session-ID. OK/WARN sind unbedenklich (ein fehlender Remote z. B. ist ein gültiger Endzustand); nur ein FAIL bricht mit exit 1 ab, und jede Zeile nennt ihr eigenes Fix-Kommando.

Danach zusätzlich:

tools/wikitool docs verify
tools/wikitool instructions verify

Troubleshooting

  • tools/wikitool endet mit STOP - this checkout is not set up yet (Exit 42) - der Preflight ist in diesem Checkout noch nicht durchgelaufen, oder seit dem letzten Update nicht mehr: tools/preflight.sh ausführen, siehe instructions/preflight.md. In PowerShell 7 unter Windows heißt der Aufruf pwsh -NoProfile -ExecutionPolicy Bypass -File tools/preflight.ps1; das -ExecutionPolicy Bypass gilt nur für diesen einen Prozess und ändert keine Einstellung. Was seine Ausgabe dann bedeuten kann, steht unter Wenn der Agent anhält.
  • Der Agent bietet keine Skills an (wiki-ingest, wiki-query, ...) - .agents/skills/ und .claude/skills/ sind generiert und nicht committet. tools/wikitool instructions sync ausführen, dann die Agent-Session neu starten (Harnesses lesen Skills nur beim Start).
  • doctor meldet personalization: FAIL - USER.md/SOUL.md fehlen, oder sie tragen noch die Sentinel-Zeile aus dem Template (ein umbenanntes Template ist kein ausgefülltes). Den Personalisierungs-Schritt aus instructions/setup-instance.md ausführen lassen; bei einem weiteren Klon einer älteren Instanz ist das der einzige nachzuholende Schritt.
  • doctor meldet environment: WARN - ENVIRONMENT.md existiert, trägt aber noch die Sentinel-Zeile aus dem Template. Ausfüllen (Vorlage: ENVIRONMENT.md.template) und die Zeile entfernen, oder die Datei löschen - sie ist optional, und absent ist ein gültiger Endzustand.
  • new bricht mit "No author configured" ab - weder $WIKI_AUTHOR noch git config user.name sind gesetzt. git config user.name "<Name>" ausführen, oder WIKI_AUTHOR exportieren.
  • publish endet mit Exit-Code 42 (Mass-Update-Gate) - erwartetes Verhalten bei ≥10 gezählten Dateien (z. B. beim allerersten Commit einer neuen Instanz). Das ist kein Fehler, sondern die Aufforderung, die Ausgabe einem Menschen zu zeigen: sie enthält die vollständige Dateiliste und die exakte --confirm <token>-Zeile, die nach Freigabe veröffentlicht. Details: instructions/gates.md.
  • publish endet mit Exit-Code 42 (Publish-Remote-Gate) - dieser Checkout hat eine .wikitool-remotes.json, und das angesteuerte Remote steht nicht darin. Ebenfalls kein Fehler: Die Ausgabe nennt die Push-URL, an die geschrieben würde, und die erlaubten. Anders als beim Mass-Update-Gate gibt es hier keinen Token und keine Flagge - stimmt das Ziel wirklich, trägt der Mensch dessen URL selbst in die Datei ein. Ein Agent, der die Datei anfasst, um an der Verweigerung vorbeizukommen, öffnet ein Gate aus eigenem Antrieb.
  • Setup oder Update schlägt fehl und ich will es melden - den Agenten instructions/bug-report.md ausführen lassen, oder direkt python3 tools/bugreport.py. Das Skript braucht nur Python 3.8 oder neuer, läuft auch ohne funktionierendes wikitool und schreibt ein Bündel nach reports/bugreport-<Zeitstempel>/ samt Zip. Geheimnisse werden entfernt, und aus allem, was das Skript selbst erzeugt, bleiben Seitentitel draußen (--titles nimmt sie mit). Der Sitzungs-Trace ist standardmäßig dabei (--no-trace lässt ihn weg) und kann wie Chronologie und Transkripte Seiteninhalt und Titel enthalten; das Bündel enthält außerdem Maschinen-, Benutzer- und Pfadnamen. Mit --pseudonymise ersetzt das Skript Benutzer-, Host-, Pfad-, Git- und Remote-Namen durch Platzhalter, die Länge, Leerzeichen, Bindestriche und Pfadtiefe erhalten; der Agent kann danach weitere Namen (Personen, Firmen, Kunden, Projekte) mit --bundle … --candidates … nachtragen. Das ist das Urteil eines Modells und lässt einen Rest übrig - lies das Bündel vor dem Teilen. Die Zuordnung, die Prüfliste und die Kandidatendatei enthalten Originale und liegen neben, nie im Bündel. Es wird nirgends hochgeladen - den Kanal wählst du selbst.